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: Kultur :: Hysterie am Holzplatz :
Das ehemalige Kulturhaus "Kurt Wabbel" am Holzplatz füllt sich wieder mit Leben. Und zwar mit theatralem. Ab November beherbergt es das "WuK"-Theater, Lesungen und Konzerte – kurz, ein Auseinandersetzungsort für zeitgenössische Kultur

Text: Mathias Schulze; Bild: Steffen Schellhorn

Dies und mehr verrät der künstlerische Vater des Projekts, Theaterregisseur und Schauspieler Tom Wolter, im FRIZZ-Gespräch.

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Hallo, Herr Wolter, zunächst, damit es sich besser einordnen lässt: Das WuK-Theater-Quartier liegt genau zwischen Gasometer und VW-Haus am Holzplatz. In welcher Funktion bauen Sie am neuen Haus?

Ich bin stellvertretener Vorsitzender im Verein Werkstätten und Kultur Halle – kurz WuK – der das Theater-Quartier betreibt. Die Vorsitzende ist Nicole Tröger. Sie ist momentan für den administrativen Teil und die Organisation des WuK verantwortlich und ich habe die künstlerische Leitung.

Der besagter Verein zahlt Miete für das WuK? Woher kommt das Geld?


Unser Verein hat seit Anfang 2017 einen Teil des ehemaligen Kulturhauses „Kurt Wabbel" von der Stadt Halle gemietet, um diesen wunderbaren Ort aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Wir zahlen dafür Miet- und Betriebskosten an die Stadt. Unser Hauptförderer ist die Stadt Halle. Durch die in diesem Jahr ausgesprochene Förderung, sind uns eine Nutzung und eine Perspektive erst möglich gewesen. Daneben erwirtschaftet der Verein durch andere Projekte und eigene Einnahmen weitere Mittel, die teilweise in die Deckung der Nutzungskosten des WuK einfließen.

Wer gehört noch zum besagten Verein?

Die Gründungsmitglieder des Vereins sind, neben Nicole Tröger und meiner Wenigkeit, die Figurenspielerin Elsa Weise, sie ist auch im Vorstand, die Choreographin und Tanzpädagogin Silke Neumann, der Schauspieler, Regisseur und Produzent Martin Kreusch, die Autorin Juliane Blech und Christoph Minkenberg, der als Schauspieler und Theaterpädagoge arbeitet. Aber vielleicht zur Klarstellung: Der Verein ist nicht das WuK, sondern der Verein betreibt das WuK. Wir haben relativ schnell einen größeren Kreis an Partnerinnen und Partnern um das WuK herum geschaffen. Dieser Kreis besteht aus den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Nutzern des Hauses.

Inwiefern darf das neue Theaterquartier nicht mit einem auf kommerziellen Erfolg zielenden Kulturzentrum verwechselt werden?

Wir haben nicht den Zweck, für den Verein, oder für jemanden Dritten, den kommerziellen Erfolg, den Gewinn zu erwirtschaften. Vielmehr schaffen wir mit dem WuK einen absolut notwendigen Raum der Möglichkeiten. Im Idealfall findet dort eine künstlerische Auseinandersetzung statt, zu der Stadt hin, zu den Gästen und zwischen den Akteuren. Wir verzichten bewusst darauf, nur ein Ort der Präsentation zu sein, also eine Bühne, zu der man hinpilgert und von der man beeindruckt von dannen geht. Wir wollen ein interkulturelles Angebot sein, und sind uns sicher, dass ein solcher Möglichkeitsraum und Auseinandersetzungsort für zeitgenössische Kultur für alle, also von den Kindern bis zu den Senioren, in Halle benötigt wird.

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„Wir wollen ein interkulturelles Angebot sein, und sind uns sicher, dass ein solcher Möglichkeitsraum und Auseinandersetzungsort für zeitgenössische Kultur in Halle benötigt wird.“

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Kann man sich als freie Theatergruppe einfach so einmieten? 


Grundsätzlich kann man immer die Anfrage stellen. Wir können zurzeit „nur" zwei Probenräume anbieten. Von Montag bis Sonntag sind unsere Räume in Nutzung. Wir haben regelmäßige Nutzer wie Silke Neumann, die mit den Tänzerinnen von Tanzrausch einmal wöchentlich hier probt. Das Studierendentheater der Uni Halle findet bei uns optimale Bedingungen zum Proben und spielt sowohl in den Innenräumen als auch auf den Außenflächen des WuK. Außerdem probt zurzeit Jonas Schütte fast täglich für „Das Herzenhören". Und Julia Raab hat einige ihrer Proben zu „Taschen" im WuK durchgeführt. Aber wir nutzen die Räume auch für Werkstätten für Kinder und Jugendliche. Und für die Proben der Eigenproduktionen des WuK. Daher müssen wir schon jetzt, einige der Anfragen verneinen. Wenn wir den Umbau abgeschlossen haben, werden wir wahrscheinlich weiteren Gruppen Arbeitsmöglichkeiten bieten können, beziehungsweise sind dann mehr Probenzeiten und gleichzeitiges Arbeiten möglich.

Wird es Spielzeit-Motti und ein gastronomisches Angebot geben?

Wir stellen das Haus unter verschiedene Kapitel. Wir werden also kein Repertoire vorhalten, sondern einen Spielplan für vier bis acht Wochen unter ein Thema fassen. Dazu verwandeln wir das komplette Haus und schaffen so für jedes Kapitel eine begehbare Installation. Zur Eröffnung des Theater Quartiers begleitet uns das erste Kapitel „Hysterie" vom 17. November bis 14. Januar 2018. Das zweite Kapitel steht ab Januar unter dem Titel „Moskau, Moskau", es folgt ab April das dritte Kapital „Kafkas Schloss" und im Sommer kommt das vierte Kapitel „Die Mittellosen/Armut". Und ja, wir planen mit Partnern ein kleines gastronomisches Angebot als Theaterbar.

Wie wird im November der Spielbetrieb aufgenommen? Wie viele Zuschauer passen rein?

Am 8. November eröffnen wir mit einer Ausstellung, die Entwürfe und Zukunftsvisionen des WuKTheater- Quartiers zeigt. In Kooperation mit Architekturstudenten der HTWK Leipzig, unter Leitung von Frau Prof. Becker, entstanden 20 Entwürfe zur architektonischen Umgestaltung und Umbau des WuK. Bis 15. November kann man sich die Entwürfe anschauen, wir schließen diesen Prolog mit einer Diskussionsrunde zur Zukunft des ganzen Areal-Holzplatzes am 15. November ab. Am 17. November schlagen wir mit „Hysterie" das erste Kapitel des Theater-Quartiers auf und verwandeln das Haus in ein Hospital. In verschiedenen Räumen des Hauses wird gespielt. Neben zwei Premieren von Eigenproduktionen, innerhalb des ersten Kapitels „Hysterie", wird es Gastspiele und Werkstätten geben, eine Buchpremiere und Konzerte. Insgesamt werden wir am Abend bis zu 150 Gästen die Möglichkeit geben, die Vorstellungen zu besuchen.


Eröffnung WuK-Theater-Quartier, 8. November, Holzplatz, 7a, www.wuk-theater.de




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