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: Bühnen :: Brillante Satire :
Sehnsucht nach den russischen Weiten und – Engen: Mit "Moskau Moskau" schlägt das Theater-Quartier des Vereins "Werkstätten und Kultur" (WUK) ein neues Spielzeitkapitel auf. Neben weiteren Veranstaltungen Schwerpunkt: 26 Spieler des Studierendentheaters des Uni Halle zeigen Michael Bulgakows "Sojas Wohnung". Im Januar war Premiere, am 01. und 02. Februar wird das Stück nochmals gegeben 

Text: André Schinkel; Bild: WUK

„Sojas Wohnung", das 1927 in Moskau uraufgeführte Stück, ist eine theatralisch brillante Satire auf Leute der überlebten Klassen des Adels und der Bourgeoisie, aber auch auf die Emporkömmlinge der Sowjetmacht, die unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Wohltätigkeit doch nur eigene Interessen bedienen, die keine Haltung haben, außer der zu sich selbst und darum skrupellos heucheln, kriechen und zum Munde reden. Die Handlung spielt in der riesigen Wohnung der reichen Witwe Soja Pelz, die unter dem Aushängeschild einer Schneiderei einen zweifelhaften Amüsierbetrieb organisiert. 

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Michail Afanassjewitsch Bulgakow, dieser große Maitre und Satiriker der russischen bzw. der sowjetischen Moderne, hat es sich mit der Öffentlichkeit seines Werks nicht leicht gemacht, viele seiner Stücke und erzählenden Texte blieben zu Lebzeiten ungelitten und deshalb unveröffentlicht oder sind vom Weltruhm seines letzten Romans „Meister und Margarita" überstrahlt. So ist die Aufführung am Holzplatz sicher eine Offenbarung und ein Einblick in sein übriges, ironisch gebrochenes, vom Irrwitz berührtes Oeuvre.

In der WUK-Inszenierung werden die Spielerinnen des Studierendentheaters ihr Unwesen in „Sojas Wohnung" treiben. Gemeinsam haben sie das Theater-Quartier deshalb zu einem „zweifelhaft" absurden Ort gemacht, wo nichts mehr gilt, was anderswo noch gültig scheint. Oder nähern sie sich gerade dadurch der Wirklichkeit? Was ist wahr, was ist Schein? Und was heißt es heute, verrucht zu sein und Verbotenes zu tun? Es wird gesungen und getanzt. Aber nur solange es verboten bleibt. Sonst wäre es ja sinnlos.

Und was wird es über „Sojas Wohnung" hinaus im neuen Kapitel geben? „Wie die Stadt Moskau selbst soll auch unser neues Kapitel bunt, prächtig und weitläufig sein", sagt WUK-Chefin Nicole Tröger. Neben der Premiere des Studierendentheaters, werde es russische Musik, Bilder und Literatur geben. „Außerdem planen wir einen diskursiven Austausch über politische Strukturen Russlands, über die deutsch-russischen Verbindungen und politischen Verhältnisse. Dazu laden wir städtische Partner und Experten zu Impulsvorträgen und Gesprächsmoderationen ein", so Nicole Tröger abschließend.

Sojas Wohnung, Stück von Michail Bulgakow, Inszenierung des Studierendentheaters der Uni Halle, 1. und 2.2., jeweils 20 Uhr, WUKTheater- Quartier am Holzplatz 7


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