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BlacKkKlansman

USA 2018; Regie: Spike Lee; Darsteller: John David Washington, Adam Driver, Topher Grace

Empfehlung von Wolfgang Burkart vom Luchskino: „Ein Schwarzer als Angehöriger des ultrarassistischen Ku-Klux- Klans? Spike Lee benutzt den Blick in eine historische Situation, um über das Land der sogenannten unbegrenzten Möglichkeiten von heute zu erzählen."

Der Film hat im Rahmen des internationalen Wettbewerbs der Internationalen Filmfestspiele von Cannes wichtige Preise erhalten und verwies damit einige Regieprominenz in die Grenzen. Im Prinzip bleibt Filmemacher Spike Lee seinem Thema treu: Es geht einmal mehr um das Verhältnis von Schwarzen und Weißen in seinem Land. Aber mit was für einer Story!

Ein Schwarzer als Angehöriger des ultrarassistischen Ku-Klux-Klans? Das scheint eine nicht wirklich glaubhafte Geschichte zu sein, die sich aber in den 70er Jahren tatsächlich zugetragen hat. Zum Inhalt: 1972 wird Ron Stallworth die bedenklich späte Ehre zuteil, als erster schwarzer Polizist bei der Polizei von Colorado Springs im Bundesstaat Nevada anzufangen. Auch innerhalb der Polizei herrschen noch tiefsitzende Befangenheiten.

Nachdem der Ku-Klux-Klan wieder einmal mit ganz gewöhnlichen Anzeigen in der Tageszeitung nach neuen Rekruten sucht, ruft Ron kurzentschlossen die Nummer an, gibt sich als rassistischer Weißer aus und wird blitzschnell zu einem Treffen mit den lokalen Rassisten eingeladen. Auf der Hand liegt, dass er nicht selbst erscheinen kann, und so schlüpft fortan sein weißer Arbeitskollege Flip Zimmermann in seine Rolle.

Immer intensiver wird ihr Kontakt zur Organisation, bis sie gar den damaligen Chef des Klans treffen. Über weite Strecken inszeniert Lee die Anekdote als groteske Komödie, betont die Absurdität der Begebenheit. An erster Stelle aber benutzt er den Blick in eine historische Situation, um über das Land der sogenannten unbegrenzten Möglichkeiten von heute zu erzählen.

BlacKkKlansman, ab 23. August, Luchskino


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Donbass

Ukraine, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Rumänien 2018; Regie: Sergei Loznitsa; Darsteller: Tamara Yatsenko, Ludmila Smorodina, Sergei Russkin

Was ist los im Osten der Ukraine? Wie weit reicht der Einfluss Putins? Wie war das mit dem Referendum 2014? War es eine Annexion oder ein freiwilliger Anschluss an Russland? Welche Rolle spielen die Separatisten? Manche sagen das, manche das andere. In der Donbass-Region spielt der vierte Spielfilm von Sergie Loznitsa. Aus 13 Episoden, die sich in den letzten Jahren dort zugetragen haben, besteht der Film, der sich auf der Grenze zwischen dokumentarischem und fiktivem Charakter bewegt. Ob es hier Antworten oder wieder nur Sichtweisen gibt? Man darf gespannt sein.

Donbass, bis 5. September, Puschkino



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Kindeswohl

Großbritannien 2017; Regie: Richard Eyre; Darsteller: Emma Thompson; Fionn Whitehead, Stanley Tucci

Basierend auf einem Roman von Ian McEwan erteilte die Deutsche Film- und Medienbewertung für diesen Streifen das Prädikat „Besonders wertvoll". Warum? Regisseur Eyres soll visuelles und auditives Erzählen auf beispielhaftem Niveau bieten. Klingt gut. Da gibt es die Richterin Fiona in einer Lebens- und Ehekrise. Fiona muss zudem entscheiden, ob ein 17-jähriger Zeuge Jehovas eine lebensrettende Bluttransfusion ablehnen darf. Es entsteht eine persönliche Beziehung zum Jugendlichen. Ein Melodram der Extraklasse, eine präzise Milieubeschreibung der Oberschicht. Bilder, Gesten, Klänge, existenzielle Probleme. Und große Gefühle. 

Kindeswohl, bis 5. September, Puschkino


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Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon

Deutschland 2018; Regie: Florian Gallenberger; Darsteller: Elmar Wepper, Emma Bading, Ulrik Tukur

Mensch, den alten Schorsch hat es aber auch mal so richtig erwischt. Mit seinem Gärtner-Betrieb geht es bergab, die Ehefrau wird von Tag zu Tag liebloser, in seiner bayrischen Kleinstadt zerfetzen sich die Gardinengucker das Maul, und der lokale Golfplatzchef dreht ihm den Geldhahn zu. Was bleibt? Schorsch soll sein Propellerflugzeug verpfänden! Doch Schorsch wäre nicht der grantelig-kauzige Schorsch, wenn er sich nichts ausdenken würde. So setzt er sich einfach in seinen Flieger und fliegt los. Eine Ausbruchsgeschichte, gestartet in den Tiefen Bayerns, die durch die ganze Republik führt. Auf der Suche nach Sinn, Liebe und Glück gibt es Luftaufnahmen aus dem roten Doppeldecker. Und jede Menge unterhaltende deutsch-deutsche Befindlichkeiten.

Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon, 6. bis 12. September, Puschkino



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Gundermann

Deutschland 2018; Regie: Andreas Dresen; Darsteller: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl, Peter Schneider

Gundermann war Baggerfahrer, Stasi-Spitzel, DDR-Rebell, Ehemann, Liedermacher und Poet. Zugleich wurde er selbst von der Stasi bespitzelt. Klingt ausgedacht, klingt fast zu übertrieben. Das alles entspricht aber der Wahrheit. Das Biopic, das Regisseur Andreas Dresen über den ostdeutschen Musiker gedreht hat, ist weder eine unkritische Verbeugung noch eine Anklage an jenen Mann, den Fans nur Gundi nennen. Dresen ist ein Meilenstein deutsch-deutscher Geschichte gelungen, ein Film, der Schwarz- Weiß-Malereien über Stasi, DDR und Wendezeit hinter sich lässt. Ambivalenzen, die man aushalten sollte. Sehenswert!

Gundermann, bis 12. September, Puschkino


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Book Club

USA 2018; Regie: Bill Holderman; Darsteller: Diane Keaton, Jane Fonda, Candice Bergen

„Wir haben diesen Buchclub gegründet, weil wir unseren Geist stimulieren wollten." Nun ja, dann hätten die reifen Damen vielleicht andere Schmöker nehmen sollen. Stattdessen ist es der Sado-Maso-Bestseller „Fifty Shades of Grey" von E. L. James geworden. Nun wird fortan etwas anderes stimuliert. Auch nicht schlecht. Eine Reihe romantischer Abenteuer beginnt. Oder besser gesagt: Das erfrischende Plaudern darüber beginnt. Wie ist es, wenn im Alter noch einmal das Fell juckt? Streckenweise lustig, streckenweise altbacken, immer unterhaltend. Wer es lieber im Arthaus-Format mag, schaue sich Andreas Dresens „Wolke 9" an.

Book Club, ab 13. September, Cinemaxx



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Utøya 22. Juli

Norwegen 2018; Regie: Erik Poppe; Darsteller: Andrea Berntzen, Elli Rhiannon Müller Osbourne

Empfehlung von Wolfgang Burkhart vom Luchskino: „Eine in einer einzigen Einstellung gefilmte, aus der Perspektive der Opfer in Szene gesetzte, aufwühlende Rekonstruktion des Attentats des Rechtsextremisten Anders Breivik."

Allein das Vorhaben zu einer filmischen Aufbereitung der Geschehnisse am 22. Juli 2011 bewirkt eine Kontroverse. Regisseur Erik Poppe hat sich mit seinem Werk aber trotzdem dafür entschieden, die Minuten des Attentats auf der vor der norwegischen Küste gelegenen Insel Utøya sichtbar zu machen, welches 69 Tote forderte.

Auf der Pressekonferenz der diesjährigen Berlinale, wo der Film Weltpremiere erlebte, erklärte der Filmemacher: „Wenn ich mir das heutige Europa ansehe, realisiere ich, dass der Neo-Faschismus Tag für Tag wächst. Wir müssen uns daran erinnern, was auf der Insel passiert ist und wie Rechtsextremismus aussehen kann. Deswegen hatte ich das Gefühl, dass ich in die Materie gehen muss."

Die Kamera in Poppes Film begleitet die 19-jährige Kaja (brillant verkörpert von Nachwuchstalent Andrea Berntzen), die auf der Insel mit ihrer jüngeren Schwester Emilie ein paar Ferientage verbringt. Es gibt eine Auseinandersetzung, Emilie hat keine Lust auf das Zeltlager und will ungern zum anstehenden Barbecue, zu dem Kaja als Folge alleine geht.

Auf einmal ist der erste Schuss zu hören. Mit dieser Situation beginnt eine 72 Minuten lange, in einer einzigen Einstellung gefilmte, aus der Perspektive der Opfer in Szene gesetzte, aufwühlende Rekonstruktion der Vorgänge. Kajas verzweifelte Suche nach ihrer Schwester beginnt.

Utøya 22. Juli, ab 20. September, Luchskino



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Klassentreffen 1.0 – Die unglaubliche Reise der Silberrücken

Deutschland 2018; Regie: Til Schweiger; Darsteller: Til Schweiger, Milan Peschel, Samuel Finzi, Katharina Schüttler

Empfehlung von Andreas Neubert vom Cinemaxx: „Obwohl das Klassentreffen in eine herrlich komische Vollkatastrophe ausartet, steht für die Freunde am Ende eine wichtige und berührende Erkenntnis."

Nils, Familienvater, Mitte 40, steckt in der Midlife-Crisis: Nicht nur, dass seine pubertierende Tochter nur noch Augen für ihren neuen Freund hat und sein Sohn seinen Vater ziemlich peinlich findet, muss sich Nils noch mit altersbedingten Hämorrhoiden und seiner Lesebrille arrangieren.

Damit nicht genug: Während seine Frau sein Gejammer nicht mehr ernst nimmt, flattert ausgerechnet noch die Einladung zum 30-jährigen Klassentreffen ins Haus. Auch Klassenkamerad Andreas hat gar keine Lust auf das Jubiläum. Ein Glück, dass der dritte im Bunde, Thomas, erfolgreicher DJ und bislang Schwerenöter, zur Ablenkung schon Flirt-Pläne für das ganze Klassentreffen-Wochenende hat.

Durch ausschweifende Partys und potentielle Affären – bei denen garantiert immer was dazwischenkommt – rücken die Freunde näher zusammen und stellen fest, dass ihr tatsächliches Alter genau das richtige ist. Obwohl das Klassentreffen in eine herrlich komische Vollkatastrophe ausartet, steht für die Freunde am Ende eine wichtige und berührende Erkenntnis.

Klassentreffen 1.0 – Die unglaubliche Reise der Silberrücken, ab 20. September, Cinemaxx



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Ballon

Deutschland 2018; Regie: Michael Bully Herbig; Darsteller: Friedrich Mücke, Karoline Schuch, David Kross

Empfehlung von Martin Kühnel vom Light Cinema: „Die Familien Strelzyk und Wetzel wollen mit einem Heißluftballon aus der DDR fliehen. Nicht nur für Zeitzeugen ist dieses Stück deutscher Geschichte eine unbedingte Filmempfehlung."

Michael „Bully" Herbig ist ein begnadeter Filmemacher, der bereits mehrfach bewiesen hat, welche Fähigkeiten er als Schauspieler, Regisseur und Drehbuchschreiber besitzt. Nicht umsonst sind viele der erfolgreichsten Filme Deutschlands federführend durch ihn begleitet worden.

Die Familien Strelzyk und Wetzel haben über zwei Jahre hinweg einen waghalsigen Plan geschmiedet: Sie wollen mit einem selbstgebauten Heißluftballon aus der DDR fliehen. Doch der Ballon stürzt kurz vor der westdeutschen Grenze ab. Die Stasi findet Spuren des Fluchtversuchs und nimmt sofort die Ermittlungen auf.

Ist „Bully" größtenteils für seine komödiantische Ader bekannt, beweist er nun, dass er auch Stoffe nach wahren Begebenheiten auf dramatische und packende Weise verfilmen kann. Auch wenn der Ausgang für manchen Zuschauer bereits bekannt sein dürfte, findet der Film einen gekonnten Weg, den Wettlauf gegen die Zeit so nervenaufreibend wie möglich zu gestalten. Nicht nur für Zeitzeugen ist dieses Stück deutscher Geschichte eine unbedingte Filmempfehlung.

Ballon, ab 27. September, The Light Cinema



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